Cartago

Etwa 25 Kilometer östlich der Landeshauptstadt San José liegt Cartago, die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Cartago ist Universitätsstadt und verfügt über die älteste Hochschule Costa Ricas. Gegründet wurde die Provinzhauptstadt Mitte des 16. Jahrhunderts auf Befehl des spanischen Königs von seinen Konquistadoren. Sie war anschließend Gouverneurs-Sitz und zeitweise Hauptstadt von Costa Rica. Mit mehr als 150.000 Einwohnern ist die Stadt zu Füßen des Vulkans Irazú Großstadt. Im Jahr 1723 wurde Cartago durch einen Ausbruch des Vulkans zerstört und erlitt in den 1960er Jahren bei einem weiteren Vulkanausbruch schwere Schäden.

Jedes Jahr am Tag der Jungfrau, dem 2. August, strömen unzählige Pilger nach Cartago, um die schwarze Madonna in der riesigen Basílica de Nuestra Señora de Los Ángeles zu besuchen. Der Statue werden wundersame Heilkräfte nachgesagt und unter den Pilgern befinden sich stets zahlreiche Kranke, die sich Heilung erhoffen. Die Statue wurde angeblich im 17. Jahrhundert auf einem Felsen gefunden, der noch heute in der Kirche aufbewahrt und auf der Wallfahrt berührt wird.

Eine weitere Sehenswürdigkeit der Stadt sind Las Ruinas, die Ruinen der Kirche des Apóstol Santiago, die bei einem Erdbeben zerstört wurde. Ihre Überreste am Plaza Mayor gehören heute zu den Kulturdenkmälern des Landes. Zudem lockt das historische Wohnhaus des ehemaligen Staatspräsidenten Zamora, das im 19. Jahrhundert im landestypischen Stil erbaut wurde. 2010 eröffnete das Stadtmuseum im ehemaligen Polizei- und Gefängnisgebäude Cuartel de la Ciudad.

In der Umgebung der Stadt finden sich verschiedene Nationalparks, Kaffeeanbaugebiete, ein botanischer Garten mit Orchideengarten, die Kirche Orosi im Kolonialstil sowie die Klosterruinen Ujarrás.